Es war einmal eine Königin, der Gott keine Kinder geschenkt hatte. Jeden Tag betete sie mit Inbrunst um ein Kind. Schließlich erhörte Gott ihr Gebet, und sie gebar einen Sohn mit der wundersamen Gabe des Wünschens.
Der Koch jedoch dachte bei sich: 'Wenn das Kind die Gabe des Wünschens hat und ich hier bin, könnte er mich leicht in Schwierigkeiten bringen.' Also nahm er das Kind und ließ es im Wald zurück, in der Hoffnung, dass es niemand finden würde.
Der Königssohn blieb noch eine Weile im Wald und dachte an seine Mutter und fragte sich, ob sie noch lebte. Er wünschte sich, sie wiederzusehen und kehrte schließlich zum Schloss zurück.
Der König war voller Freude darüber und befahl, dass sein gesamter Hofstaat am nächsten Tag mit ihm speisen solle, und er bereitete ein großes Festmahl vor.
Und der König schickte zwei Dienerinnen und zwei Diener in den Turm, um die Königin zu holen und sie an die königliche Tafel zu bringen.
Der alte König befahl, den Koch in vier Stücke reißen zu lassen, doch der Kummer verzehrte das Herz des Königs selbst, und er starb bald darauf.






