Es war einmal eine alte Frau, die sich in ihrer kleinen, warmen Küche darauf vorbereitete, einen Topf Bohnen zu kochen. Sie legte trockene Strohhalme in den Kamin und zündete sie an, damit das Feuer schnell brennt. Dann goss sie glänzende kleine Bohnen in einen Topf. Eine winzige Bohne sprang davon, rollte über den Boden und kam neben einem Stück Stroh zur Ruhe.
In diesem Moment sprang eine glühende kleine Kohle aus dem Feuer und landete neben ihnen. Der freundliche Strohhalm sagte, Liebe Freunde, woher kommt ihr? Die Kohle sagte, Ich bin gerade noch rechtzeitig aus dem Feuer gesprungen. Wäre ich dort geblieben, wäre ich zu Asche verbrannt.
Die Bohne sagte, Ich bin auch entkommen. Wäre ich in den Kochtopf gefallen, wäre ich gekocht worden, bis ich weich wie Brei gewesen wäre. Der Strohhalm seufzte und sagte, Die alte Frau hat all meine Strohkumpane ins Feuer geworfen. Ich habe mich davongeschlichen und mich hier auf dem Boden versteckt.
Die drei neuen Freunde waren sehr froh, der Gefahr entkommen zu sein. Wir hatten Glück, sagte die Bohne. Lasst uns gemeinsam fortgehen und einen sicheren neuen Ort zum Leben finden. Der Strohhalm und die Kohle mochten diese Idee, also machten sich die drei zusammen auf den Weg.
Sie schlüpften unter der Tür hindurch und gingen den Gartenpfad entlang, bis sie zu einem kleinen Bach kamen. Das Wasser spritzte und lachte, als es vorbeifloss. Es gab keine Brücke und keine Steine, auf die sie treten konnten, also hielten sie an und überlegten, wie sie hinüberkommen könnten.
Schließlich hatte der Strohhalm eine Idee. Ich bin lang und leicht, sagte er. Ich werde mich über das Wasser legen. Dann könnt ihr über mich wie über eine kleine Brücke gehen. Der Strohhalm streckte sich von einem Ufer zum anderen.
Die Kohle, voller Energie, ging als erste. Sie trat auf den Strohhalm und begann, den Bach zu überqueren. Als sie die Mitte erreichte und das rauschende Wasser unten hörte, bekam sie ein wenig Angst und hielt an. Der Strohhalm begann die Wärme der Kohle zu spüren und wurde plötzlich heiß. In einem winzigen Augenblick wurde der Strohhalm dunkel und fiel ins Wasser, und die Kohle rutschte mit einem sanften Zischen hinterher. Das kühle Bachwasser trug den Strohhalm und die Kohle sicher davon wie zwei winzige Boote.
Die Bohne war am Ufer geblieben, um zuzusehen. Als sie ihre Freunde den Bach hinuntertreiben sah, lachte sie überrascht. Sie lachte und lachte, bis sie, oh weh, plötzlich mit einem Plopp aufplatzte. Gerade in diesem Moment ging ein freundlicher Schneider am Bach entlang. Er hörte das lustige Geräusch und schaute hinunter. Da sah er die kleine Bohne, fast in zwei geteilt. Der Schneider hatte ein sanftes Herz. Er nahm eine Nadel und schwarzen Faden aus seiner Tasche und nähte die Bohne vorsichtig wieder zusammen. Die Bohne fühlte sich viel besser und dankte dem Schneider mit einer winzigen Stimme. Da der Schneider schwarzen Faden benutzt hatte, blieb der Bohne eine feine dunkle Linie an ihrer Seite wie eine kleine Naht eines Mantels. Und von diesem Tag an haben alle Bohnen eine dünne schwarze Linie an ihren Seiten, um sich an den Strohhalm, die Kohle, den freundlichen Schneider und den Tag zu erinnern, an dem die kleine Bohne zu sehr gelacht hat.








